Überraschender Nachwuchs bei den Kronenmakis

Am 15. April gab es bei den Kronenmakis Nachwuchs. Das Jungtier kam ohne Komplikationen zur Welt, und Mutter Amalia kümmert sich bislang sehr aufmerksam um ihren Nachwuchs. Auch Partner Tsingy zeigt sich ruhig und entspannt im Umgang mit Mutter und Jungtier.
Bei dem Neuzugang handelt es sich nicht um den Nachwuchs von Tsingy. Aufgrund der Tragezeit von rund 125 Tagen ist davon auszugehen, dass die Deckung bereits Mitte Dezember 2025 stattgefunden hat. Zu diesem Zeitpunkt lebte Amalia noch im Zoo Wrocław mit ihrem damaligen Partner Epsilon zusammen, der Anfang Januar 2026 verstarb.
Amalia kam am 9. Februar 2026 aus Wrocław in den Zoo Dresden, da auch Tsingy, nachdem Partnerin Vintana verstorben war, allein lebte. Für beide wurde daher im Rahmen des EAZA Ex-Situ-Programms ein passender Artgenosse gesucht und gefunden. Seit dem ersten Tag der Begegnung sind die beiden unzertrennlich und sehr harmonisch miteinander.
Ihren letzten Nachwuchs hatte Amalia vor acht Jahren ebenfalls gemeinsam mit Epsilon. Damals brachte sie Zwillinge zur Welt.
Eine Trächtigkeit war Amalia äußerlich nicht anzusehen. Lediglich ein erhöhtes Körpergewicht wurde beobachtet, das zunächst eher als etwas Übergewicht interpretiert wurde. Neugeborene Kronenmaki-Jungtiere sind sehr klein und wiegen bei der Geburt lediglich etwa 60 bis 70 Gramm. Das Geschlecht des Jungtiers ist derzeit noch nicht bekannt.
Die Geburt kam für das Pflegeteam überraschend, da Amalia und ihr vorheriger Partner über einen langen Zeitraum keinen Nachwuchs mehr hatten. Umso erfreulicher ist der aktuelle Zuchterfolg, der Hoffnung für die Haltung dieser stark bedrohten Art gibt.
Kronenmakis gelten laut der Roten Liste der IUCN als stark gefährdet. Hauptbedrohungen sind der Verlust und die Fragmentierung ihres Lebensraumes sowie Bejagung.
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