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Freitag, 18 Juli 2014 19:56

Tundra-Anlage (gemeinsames Projekt Allianz Umweltstiftung & ZOO-FREUNDE Dresden e.V.)

Nach der Fertigstellung der Voliere für die Scharlachibisse, begann der Verein mit der Planung von weiteren Volieren auf den leeren Flächen rund um das Ibis-Winterhaus. Diese sollten sich dem Leben in der europäischen Tundra widmen.

Mit einer Förderung der Allianz-Stiftung zum Schutz der Umwelt entstand auf einer Fläche von 1.200 m2 eine 6,60 Meter hohe Stahl- und Geflechtkonstruktion, die teilweise betreten werden kann.

Im Oktober 1997 begannen die Bauarbeiten. Die asiatische Elefantenkuh Schöpfi half beim Fällen einiger Bäume. Das Biotop wurde naturnah gestaltet und mit Unterstützung des Botanischen Gartens der TU Dresden mit Pflanzenarten aus der sibirischen und europäischen Tundra bepflanzt.

Am 1. April 1999 konnte die Anlage feierlich eröffnet und an den Zoo Dresden übergeben werden. Die Baukosten betrugen ca. eine Million Mark, wovon die Allianz Stiftung rund 660.000 Mark trug. Den Rest finanzierte unser Verein.

In den Volieren sind Vögel und andere Tiere aus dem Lebensraum sibirische Tundra untergebracht. So können Birkhühner und Tundra-Gänse beobachtet werden. Das Herzstück des Volierenkomplexes ist die 700 Quadratmeter große begehbare Tundra-Voliere mit Mohr, Verlandungszone, Teich und einer kleinen Bücke.

Ganz nah kann man dort den verschiedenen Vögeln kommen und auf den Infotafeln im Wetterhäuschen mehr über Eider-Ente, Zwergsäger und Co. erfahren. Besonders spannend sind die Wintermonate, wenn auf der Anlage die Balzzeit beginnt. Dann umwerben die schwarzweißen Eider-Entenmännchen ihre braungefärbten Weibchen mit zurück geworfenem Kopf und gespenstischen gutturalen Lauten. Im Mai wird dann meist Verlobung gefeiert und im Juni kann oft schon der Nachwuchs bewundert werden.

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Eine weitere große Anlage des Tundrakomplexes ist die kombinierte Voliere für Eisfüchse und Schnee-Eulen. Diese zwei Räuber der Tundraregion leben in ihrem Gehege mit künstlichem Flußlauf ganz friedlich beisammen. Gleich im Nachbargehege lebt jedoch eines der Beutetiere dieser beiden Jäger, der Schneehase. Mit seinem Fell, welches im Sommer braun und im Winter weiß gefärbt ist, ist er hervorragend an die wechselvollen Umweltbedingungen in der Tundra angepasst.

Gelesen 1096 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 25 März 2015 17:21