Freunde fürs Leben.

JA, ich will...

Hinter den Kulissen - Koala hautnah

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Natürlich trafen wir die süßen Tiere nur schlafend an, aber wir hatten auch nichts anderes erwartet. :-)
Nachdem wir uns im Koalahaus etwas akklimatisieren konnten wurden wir von Herrn Olaf Lohnitz empfangen, dem Cheftierpfleger des Hauses, der unter anderem auch die Koalas betreut. Von ihm wurden wir durch eine Seitentür unter vielen neidischen Blicken verfolgt, hinter die Kulissen ins Koalagehege geführt. Natürlich kommt hier die Hygiene auch nicht zu kurz – Hände desinfizieren, Schuhe im Wasserbecken säubern und Maske tragen – sind oberstes Gebot. Zuerst zeigte uns Herr Lohnitz das „Ruhegehege“, welches man durch die Glasscheibe der Zoobesucher nicht sehen kann, um eine Vorstellung davon zu bekommen, welchen Platz die Koalas auch hinter den Kulissen zum Ausruhen und Herumlaufen haben. Danach führte uns der Cheftierpfleger in die Kühlkammer, wo der Eukalyptusvorrat für 2 Koalas für etwa 1 Woche aufbewahrt wird. Herr Lohnitz verfügt über ein enormes Fachwissen rund um die Koalas, so dass ich ihn mit all meinen Fragen, die sich über Monate hinweg angesammelt hatten, endlich löchern konnte.
Und dann war der große Moment gekommen. Mullaya wurde in den Raum mit der Baumwaage gebracht und wir durften ihn endlich treffen. Vorsichtig näherten wir uns dem Stamm und wurden dabei interessiert gemustert.

TP Bericht Koala 04.21Wir durften Fotos und Videos machen, uns neben den Koala stellen und fotografieren lassen; wir waren einfach so hingerissen, dass wir vor lauter Aufregung ein Gruppenfoto vergessen haben :-) Herr Lohnitz beantwortete weiter all unsere Fragen und Mullaya saß ganz entspannt am Stamm neben uns. Selbst für den Tierpfleger war es besonders, dass der Koala so lange sitzen geblieben ist. Nach etwa 20 Minuten hatte Mullaya dann aber doch genug von uns, sprang vom Stamm und rannte zurück in sein Gehege, hinauf auf den nächsten Baum und begann sofort zu schlafen. Wir durften ihn noch bis zur Glastür im Besuchergehege folgen und ihm zusehen, wie er zu schlafen begonnen hatte.
Nach dieser atemberaubenden Erfahrung wurden wir von Herrn Lohnitz wieder nach außen begleitet und dort von Frau Brammer erneut empfangen. Es gab zum Abschluss sogar noch eine kleine Geschenktüte. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht von meinem Mann und mir wurden wir von den Zoomitarbeitern verabschiedet und durften den restlichen Tag noch im Zoo verbringen.

Es war wirklich ein einmaliger Tag, den wir so schnell nicht vergessen werden. Vielen herzlichen Dank.

V. Kohfeldt & R. Esperschidt Fürth