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Der Nikolaus muss sich ganz schön strecken

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Nikolaustag im Giraffenhaus

 Es ist kalt, trüb und der Zoo liegt verschneit vor uns. So machen wir uns auf und erobern den „Tummelplatz unserer eigenen Kindheit“ mal wieder neu und ich stelle fest, ich war schon viel zu lange nicht mehr hier! Nach einem gemütlichen Bummel durchs Elefantenhaus suchen wir uns den Weg zum Giraffenhaus und da stehen sie, die Objekte unserer Begierde.

 
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Und nicht nur ich strecke staunend meinen Kopf nach oben, auch unser Sohn (11 Monate) bekommt Riesenaugen. Kennt er doch Giraffen nur aus unserer Wohnung und die sind zwar sehr zahlreich, aber auch wesentlich kleiner. Mit freudiger Erwartung warten wir darauf, etwas über das Patenkind zu erfahren. Da kommt auch schon Frau Busch durch das Schneegestöber zu uns und kurz darauf folgt Pfleger Sven Schneider. Wir suchen uns auf der Zuschauertribüne im Haus eine schöne, warme Ecke und schon beginnt der Exkurs in die „Welt der Afrikanischen Langhälse“.

Wir haben viel erfahren; viele Fragen hatten uns beschäftigt: „Schlafen Giraffen eigentlich im Liegen?“ „Wieso zählen sie in Ihrer Haltung zu den gefährlichsten Tieren?“ „Wie unterhalten sich Giraffen?“… Sven wusste auf jede Frage eine Antwort, teilte ausdauernd sein Wissen mit uns und plauderte aus dem Nähkästchen über sein Leben als Tierpfleger. Die Zeit verging wie im Flug und dann wurde es ernst!

Bewaffnet mit einer großen Box Knäckebrot ging es hinter die Kulissen und schon schob sich ein neugieriger Giraffenkopf mit seinen großen Knopfaugen über die Absperrung und blickte erwartungsvoll auf uns Zweibeiner. Sven zückte die erste Knäckebrotscheibe und schon schob sich eine lange blaue Zunge etwas weiter unten durch das Gitter, umschlang den Snack und schon wurde genüsslich geschnurpst. Nun waren wir dran und das genüssliche Knabbern der Westafrikanischen Giraffe weckte auch das Interesse seines Stallgenossen, der dann auch mal Gucken kam und so fraßen beide um die Wette.

Ich habe noch nie gesehen, dass Knäckebrot so genüsslich „gegessen“ wird. So liebevoll und unbeholfen die zwei Riesen wirkten, so denke ich, haben sie es auch faustdick hinter den Ohren? Aber sie zeigten sich bei uns von ihrer besten Seite!

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Sven Schneider und Frau Busch, die uns einen wunderschönen Nachmittag beschert haben. Dem Paten Matthias hat die Tierpatenschaftsübergabe so gut gefallen, dass er seine Giraffenpatenschaft sehr gern um ein Jahr verlängern möchte.

Nach unserem faszinierenden Exkurs ging es noch einmal zu den Pinguinen, um sie zu verabschieden. Ein Tag, wie er nicht hätte besser sein können!

Sylvia Teubner, Matthias Gierth und der kleine Edwin
06.12.2012