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Sympathieträger im Frack

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Humboldtpinguin „HAINS“

Maskottchen

Seit geraumer Zeit hat das „Freizeitzentrum Hains“ den „Hains-Pinguin“ als Maskottchen. Am 03. November 2011 bekam er nun sein kleines Geschwisterchen: den Humboldtpinguin „Hains“. Beide sind große Sympathieträger. Die Idee der Kooperation liegt daher nahe. Den kleinen „Hains“ im Zoo kann man an seinem ganz individuellen „Personalausweis“ - der Pigmentierung auf seinem Bauch - erkennen.

Das Muster, das von schwarzen Flecken auf der weißen Bauchseite gebildet wird, ist Grundlage für die Unterscheidung. So kann die Nachzucht, aber auch der Gesundheitszustandstand eines jeden Tieres kontrolliert werden. Für die Zoopopulation dieser Art existiert ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm.

Humboldt-Pinguine sind sehr stark vom Aussterben bedroht! Durch die Überfischung der Meere haben sie oft große Probleme, genügend Fische für sich und ihren Nachwuchs zu finden. Viele Pinguine verfangen sich außerdem in den Netzen der Fischer und sterben qualvoll, weil sie hier nicht mehr atmen können.

Auch benötigen diese Pinguine Höhlen, in denen sie ihre Eier ausbrüten und ihre Küken aufziehen können. Dazu graben sie Bruthöhlen in Berghänge aus Guano. Guano besteht vorallem aus dem Kot von Meeresvögeln. Die Industrie baut den Guano in großen Mengen aus kommerziellen Gründen ab und bringt ihn als Pflanzendünger auf den Markt. Auch dadurch wird der Lebensraum der Humboldtpinguine leider akut zerstört.

Auf gute Zusammenarbeit

Im Zoo Dresden werden die Humboldtpinguine mit Hering gefüttert. Alle Pinguine bewegen sich unter Wasser mit Hilfe ihrer Flossenflügel mit großer Geschwindigkeit (bis zu 40 km/h). Die Füße helfen als Steuerruder schnelle Wendungen zu vollführen. So wird dem Fisch erfolgreich nachgestellt, der die Nahrungsgrundlage der Pinguine darstellt.

Unser Dank gilt der Revierleiterin, Angelika Hoffmann, die uns diese einzigartigen Tiere näher brachte. Mit der Tierpatenschaft erweitern wir nicht nur unsere Pinguinfamilie, sondern setzen uns auch für die Verbesserung des Artenschutzes ein und ermöglichen so, dass die Zooanlagen artgerechter gestaltet werden können.

Schild

Das Freizeitzentrum Hains und die ZOO-FREUNDE Dresden e.V. wollen künftig enger zusammenarbeiten. Gemeinsam sollen die beiden Pinguine gelegentlich bei Kinderfesten im Zoo anzutreffen sein.

Daniel Wirth