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Eddi, Weintrauben und wie ich durchbohrt wurde

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Pünktlich zum vereinbarten Termin fand ich mich mit Frau Busch von den ZOO-FREUNDE Dresden e.V. im Primatenhaus ein. Frau Busch hatte mir bis dahin alle Fragen zur Patenschaft beantwortet, mir die wirklich vorhanden Vorzüge eines Paten sowie den Zoo als Ganzes näher gebracht.  

Mohrenmaki Eddi 1

Die Sonne schien, es waren Ferien, viele Besucher, vor allem Kinder, tummelten sich in der Anlage. Und dort sah ich, zwischen Pudelmützen, Großeltern, Papas und Mamas auch „meinen“ Eddi. Als „alte“ Dresdnerin“ lag es mir schon ewig am Herzen etwas für meinen Zoo zu tun. Das erste Mal besuchte ich diesen vor 43 Jahren. Danach immer wieder regelmäßig und es ist eine Vertrautheit entstanden, welche sich schwer erklären lässt. Einige Tiere haben mich mein Leben lang begleitet, erinnert sei an Schöpfi, sie war vor mir da und musste nun leider von uns gehen.

Die Temperatur im Primatenhaus ist warm und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Mit meiner dicken Jacke hatte ich nach kurzer Zeit das Bedürfnis alles von mir zu werfen. Gehemmt hat mich Eddi’s Blick. Eddi, ein Mohrenmaki und zur Familie der Halbaffen gehörend, durchbohrte mich mit eben diesen. Leider, oder zum Glück galten diese bohrenden Blicke nur meiner Tasche. Ich hatte zur Begrüßung Weintrauben mitgebracht. Die Begrüßung der Tierpflegerin war herzlich und offen. Ohne Zögern lud sie mich ein, im Käfig Platz zu nehmen und meine Weintrauben anzubieten. Es war ein tolles Gefühl!! Nicht nur die Nähe zum Tier, auch das Erlebnis mal aus der anderen Richtung zu schauen.

Viel Zeit hatte ich dafür aber nicht. Eddi sah bzw. roch sofort die besondere Situation und somit auch die mitgebrachten Leckereien. Dadurch kam ich in den Genuss eines intensiven Patenkontaktes und erfuhr „nebenbei“ noch eine Menge Wissenswertes.

Das Angebot der Dresdner Tierpatenschaft sprach mich an. Vordergründig waren für mich nicht die Urkunde oder der Beleg für die steuerlich absetzbare Spende, überzeugt haben mich die Angebote zur intensiven Teilnahme am Leben meines Patentieres und das Wissen um die gegebene Hilfe, welche dringend benötigt wird um die Verbesserung des Artenschutzes durchzusetzen. Seitdem ich denken kann leben die Primaten in ihren „Schwimmbadhäusern“. Gern gebe ich jeden Monat meinen Beitrag dazu, damit der Bau des neuen Hauses zügig vorangeht!

Kerstin Menzer