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Die Jungen Zoofreunde beim Tierarzt

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Wie viele Kinder nicht gedacht hatten, verbringt unser Tierarzt viel Zeit im Büro: Telefonate, Erstellung des tiermedizinischen Tagesberichtes für jedes behandelte Tier, Bestellung von Medikamenten, Rücksprache mit unseren Zoologen, anderen Tierärzten und vielem mehr. Als Erstes zeigte uns Herr Widmer anhand der Afrikanischen Elefanten die Vorzüge einer Tierhaltung, die auf täglichem Training basiert. Diese Tiere werden – angefangen von der täglichen Fußpflege – mithilfe von Kommandos gepflegt. Dies wiederum würde es dem Tierarzt – im Beisein der Pfleger – ermöglichen, kleinere Diagnosen ohne Betäubungen zu beheben.

Medikamente bis unter die DeckeDas Blasrohr wird erklärtDas große BlasrohrschießenIns Schwarze getroffen!Als Dankeschön gab es einen, immer kerngesunden, Elefanten
 
Im Unterschied zu Humanmedizinern (Ärzten für Menschen), ist ein Tierarzt besonders gefordert, weil er über Rücksprachen mit den Tierpflegern, dem Gesamteindruck eines Tieres, der Untersuchung der Schleimhaut, des Blutes, des Urins, Röntgenaufnahmen und weiteren Behandlungsmaßnahmen versuchen muss, eine Diagnose zu stellen und somit dem Tier zu helfen. Manchmal kann es „nur“ ein eitriger Zahn sein, ein anderes Mal gestaltet sich der Findungsprozess einer Erkrankung wie ein langwieriges Puzzle…

Unsere Kinder wollten beispielsweise wissen: „Können Tiere auch Kinderkrankheiten bekommen?“ – „Kann ein Tier an Krebs oder HIV erkranken?“ – „Wo werden Tiere beerdigt, die im Zoo sterben?“ – „Kann man auch Spinnen operieren?“ und vieles mehr. Zum Abschluss des Zoonachmittages lud uns der Tierarzt in seine Praxis ein. Den Kindern wurden verschiedene technische Geräte vorgestellt und ein Kind erriet sogar das Tier – zum Erstaunen des Arztes - welches auf einer Röntgenaufnahme abgebildet war! Im Zoo Dresden gibt es natürlich viele Tiere, die der Tierarzt nur behandeln kann, wenn sie narkotisiert (betäubt) sind. Dazu wird in der Praxis für kleinere Infusionen ein Blasrohr – für größere Infusionen und bei größeren Tieren – ein Gewehr benutzt.

Ein Blasrohr funktioniert – wie es der Name schon sagt – durch kräftiges Pusten. An der Spitze des Blasrohres befindet sich eine Nadel, welche einen seitlichen Ausgang hat, der beim Schießen noch durch einen kleinen Plastepuffer geschützt ist. Beim Auftreffen in das Muskelgewebe des „Patienten“ wird das Loch freigegeben und die Flüssigkeit kann in den Körper des Tieres eindringen. Die Grundlage dieser Technik stammt von den Indianern, die mittels Holz- oder Bambusrohren – gespickt mit Giftpfeilen – Jagd auf Tiere gemacht haben.

Herr Widmer war so lieb und bereitete extra für die Gruppe „Blasrohr-Schießen“ vor. Viele Kinder stellten sich sehr geschickt an, so dass wir zum zweiten Male unseren Tierarzt staunen ließen.

Wie man an den Bildern unschwer erkennen kann, hat dies den Kindern – aber auch den Erwachsenen – einen Riesenspaß gemacht (und beim ersten Pusten ist es unter Umständen gar nicht so einfach)! Atillá überreichte im Namen der ganzen Gruppe Herrn Widmer als Dankeschön für den erlebnisreichen Nachmittag unser Maskottchen, den ZOO-FREUNDE Elefanten. Dieser „Dickhäuter“ braucht bestimmt nie eine Behandlung? Auf Nachfrage wurde uns bestätigt, dass er einen Platz in den Behandlungsräumen des Tierarztes gefunden hat.

Na dann alles Gute, kleiner Plüschelefant!
Gelesen 2293 mal Letzte Änderung am Montag, 26 Januar 2015 13:36