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Schneeleoparden: Die Essenz der Lieblingstiere

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April 2016

Als ich im Herbst 2013 die Leitung eines Teams in unserem Pfadfinderstamm (Royal Rangers, Stamm 280 Dresden II) übernahm, standen meine 10 Jungs und ich vor der Frage, wie wir unser neues Team denn nennen wollten. Üblicherweise sucht sich jedes Team einen Tiernamen aus, doch Wölfe, Löwen oder Bären waren uns "zu normal", weshalb etwas interessanteres her musste. Auch wollte ich nicht einfach ein Tier bestimmen, sondern die Jungs (im Alter von damals 8 bis 11 Jahren) entscheiden lassen.

Bundescamp2014

Dazu sollte jeder an sein Lieblingstier denken, während ich eine Liste von Eigenschaften vorlas. Die Lieblingstiere der Jungs hatten folglich einiges gemeinsam: Das Tier muss schnell sein, hat Fell, lebt in kalten Regionen, kann nicht fliegen, ist Fleischfresser, kleiner als ein Pferd aber größer als ein Hund und noch einiges mehr. Im Anschluss suchten wir ein Tier, welches möglichst viele dieser Attribute in sich vereinen konnte. Elch? Nicht schnell genug und zu groß. Eisbär? Hm... Schon in der engeren Auswahl, aber irgendwie auch noch nicht so richtig. Schließlich schlug jemand den "Schneeleoparden" vor. Was das für ein Tier sein soll, musste ich mir erst erklären lassen. Jedenfalls waren sich alle einig, und somit stand der Name fest. In den folgenden Wochen beschäftigten wir uns intensiv mit diesen Tieren und kamen immer mehr ins Staunen. Eine gute Wahl. Auch ein Besuch im Zoo mit einem Tierpfleger war schnell organisiert, sodass die Jungs sehr viele Fragen loswerden konnten und ihr Team-Tier auch live sehen konnten.

Sehr genau verfolgte ich 2015 die Nachrichten um den Schneeleopardennachwuchs "Kiyan". Ab und an fand ich Zeit, einfach mal ein Stündchen am Gehege zu stehen und die Eleganz dieser außergewöhnlichen Großkatzen zu bestaunen. Mit etwas Geduld sind die Schneeleoparden nämlich fast immer zu entdecken. Schließlich wuchs der Wunsch, ein stärkeres Engangement für diese Tiere an den Tag zu legen. Ich trat dem Spenderkreis des Snow Leopard Trust bei und übernahm zeitgleich die Patenschaft für "Kiyan", beides stellvertretend für unser gesamtes Team. Kurz darauf erhielten wir Post aus den USA vom Snow Leopard Trust mit Aufnähern und Stickern für mich und jeden meiner zwölf Jungs, sowie Post von den Zoofreunden mit der Tierpatenschaftsurkunde. Die Begeisterung war riesig (und ist es nach wie vor) und die Jungs konnten es kaum erwarten, im Zoo ihre Plakette am Gehege zu sehen.

Da durch die Tierpatenschaft ein kostenloser Besuch mit der ganzen Gruppe im Zoo ermöglicht wurde, machten wir uns am 16.04.2016 mit unserem gesamten Pfadfinderstamm (insgesamt 23 Kinder und 6 Leiter) auf den Weg zu "Kiyan" und seinen Eltern. Zuerst veranstalteten wir eine selbst gestaltete Zoo-Rally, bei der an vielen verschiedenen Punkten im Zoo Fragen zu beantworten waren. Im Anschluss gab es am Schneeleopardengehege ein Treffen mit der Tierpflegerin, Christina Knapp, der alle Kinder gespannt zuhörten, als sie alles von Fütterung bis Impfung erklärte und geduldig auf alle Fragen einging.

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Leider wurde das Wetter immer ungemütlicher, sodass wir uns letztendlich oben im Giraffenhaus sammelten. Dort war unsere Mittagspause und es gab sogar Eis für alle. Als 13 Uhr unser Besuch beendet war, waren sich die Kids einig: Der Besuch hat sich wirklich gelohnt!

Für den schönen Tag im Zoo, die problemlose und flexibel auf uns abgestimmte Organisation und den extra für uns eingerichteten Treff mit der Tierpflegerin gibt es ein besonders herzliches Dankeschön! Meine Ranger und ich kommen selbstverständlich sehr gerne wieder.

Adrian Danker und die Royal Rangers vom Stamm 280 (Dresden II)