Freunde fürs Leben.

JA, ich will...

Quirlige Rasselbande

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Januar 2016

Zu Weihnachten schaute mich aus einem Geschenk ein kleiner Otter (natürlich aus Plüsch) mit einer Urkunde an – eine Tierpatenschaft für einen Asiatischen Zwergotter im Dresdener Zoo. Ich habe mich riesig gefreut – bin ich doch ein großer Fan dieser kleinen Racker. Vier Wochen später, am 24.01.2016, war es soweit, das persönliche Treffen mit dem zuständigen Tierpfleger – in unserem Fall der Tierpflegerin - stand an.

Natürlich waren wir – das heißt mein Mann und ich - viel zu zeitig am Gehege - dort wurden wir jedoch trotz kaltem Wetter und Schnee bereits freudig erwartet - die ganze Otterfamilie wuselte durch die Außenanlage – wartend auf die nächste Fütterung. Pünktlich traf dann auch die Tierpflegerin Christina Knapp ein – mit im Gepäck ein paar Leckerbissen für die Otter. Nach der freundlichen Begrüßung wurden uns die einzelnen Tiere vorgestellt – wir erfuhren, dass es sich bei den Dresdner Ottern um ein Zuchtpaar mit ihren Jungtieren aus den letzten Würfen handelt – und als besondere Überraschung - dass am 24.11.2015 vier Jungtiere das Licht der Welt erblickt haben und langsam auch ab und zu das Nest verlassen.

Doch bevor wir noch weiteren Geschichten und Besonderheiten der Otterfamilie lauschen durften, wurden die wartenden Otter gefüttert. Auch wenn sie niedlich und harmlos aussehen – sind es kleine Raubtiere, so dass – trotz der großen Versuchung – das Kuscheln natürlich nicht möglich war – aber ich durfte während der Fütterung sehr nach ran. Es war unglaublich schön, den Kleinen so nah zu sein, das aufgeregte Quieken zu hören und beim Betteln nach Futter und dem anschließenden Wegtragen von möglichst viel „Beute“ zuzusehen.

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Nach der Fütterung war dann ausreichend Zeit für nähere Informationen und Fragen, die uns ausführlich und mit viel Leidenschaft für diese Tierchen beantwortet wurden. Besonders beeindruckt haben mich die starken Familienbanden – nur das Alphapaar bekommt den Nachwuchs, bei dessen Erziehung die ganze Familie mithilft – sprich auch der Papa und die älteren Geschwister – es gibt sogar extra Schwimmstunden für die Kleinsten, welche von allen überwacht werden. Die Mama ist so sehr in ihrem Element, dass sie alles für ihre Kleinen und auch inzwischen „Großen“ gibt, die die Situation – wie die Gabe von Extrafutterrationen – gnadenlos ausnutzen und sogar die Milchbar. Die Jüngsten konnten wir an diesem Tag leider nicht persönlich sehen, dafür aber aktuelle Fotos bestaunen – aber wir hoffen dann alle bei unseren nächsten Besuch beobachten zu können – dieser kommt bestimmt bald!

Für uns war es jedenfalls ein tolles Erlebnis und ein wunderschöner Tag.

Susanne Steudler